
Ein Check-up ist keine feste Liste. Der Umfang richtet sich nach Alter, Geschlecht, Familienanamnese und aktuellen Beschwerden. Zum Grundgerüst gehören meist ein großes Blutbild, Nüchternblutzucker und HbA1c, Leber- und Nierenwerte, Lipidprofil, Schilddrüsenwerte, Urinstatus, EKG und eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums. Altersabhängig kommen Belastungs-EKG, Lungenbildgebung, Knochendichtemessung oder eine gastroenterologische Abklärung hinzu.
Screening und Diagnose sind nicht dasselbe. Ein Check-up soll Risiken erfassen, die noch keine Beschwerden verursachen. Ein auffälliger Wert bedeutet für sich genommen keine Erkrankung und erfordert häufig eine weiterführende Abklärung im entsprechenden Fachgebiet. Die Bewertung der Ergebnisse und die weitere Zuweisung nimmt ausschließlich die Ärztin oder der Arzt vor.
Was koordiniert wird
- Abstimmung des Umfangs mit der Klinik
- Terminplanung an einem Vormittag
- Ultraschall, EKG und Laborentnahme
- Ärztliches Auswertungsgespräch
- Übersetzung und digitale Weitergabe der Befunde
Ablauf
- Alter, Beschwerden und Vorerkrankungen mitteilen.
- Umfang mit der Klinik abstimmen.
- Nüchtern zur Blutentnahme und Bildgebung erscheinen.
- Ärztliches Gespräch nach Vorliegen der Ergebnisse.
- Befunde übersetzt an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu Hause.
Was ein Check-up nicht leistet
Ein Check-up ersetzt weder die Krebsvorsorge nach den Leitlinien Ihres Wohnlandes noch die Betreuung einer bestehenden chronischen Erkrankung. Er ist eine Momentaufnahme. Werden Auffälligkeiten festgestellt, ist die Weiterbetreuung in Ihrem Wohnland ebenso wichtig wie die Abklärung vor Ort — deshalb legen wir Wert darauf, dass Sie Ihre Befunde in verständlicher Form mitnehmen.
Was Sie vorbereiten sollten
- Acht bis zwölf Stunden nüchtern; Wasser ist erlaubt, sofern die Klinik nichts anderes vorgibt
- Liste Ihrer Morgenmedikamente und vorherige Rücksprache, welche Sie einnehmen dürfen
- Blutwerte und Befunde der letzten ein bis zwei Jahre
- Familienanamnese zu Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes
- Bei Patientinnen: Datum der letzten Regelblutung und mögliche Schwangerschaft
- Möglichkeit, den ersten Morgenurin abzugeben
Dauer und Planung
Ein Basis-Check-up wird meist an einem Vormittag abgeschlossen; mit dem Eintreffen der Laborergebnisse und dem ärztlichen Gespräch sind zwei Tage ausreichend. Kommen Gastroskopie, Koloskopie oder eine weiterführende kardiologische Abklärung hinzu, verlängert sich der Aufenthalt auf drei bis vier Tage, teils mit gesonderter Vorbereitung.
Häufig gestellte Fragen
Ein Rahmen lässt sich vorab abstimmen, der endgültige Umfang richtet sich jedoch nach Alter, Vorgeschichte und ärztlicher Einschätzung. Unnötige Untersuchungen werden bewusst nicht empfohlen.
Die meisten Routinewerte ja. Hormon-, Kultur- oder Pathologiebefunde benötigen länger.
Ja. Wir koordinieren die Übersetzung ins Deutsche und die digitale Weitergabe.
Die Zuweisung an das entsprechende Fachgebiet erfolgt ärztlich. Falls sinnvoll, organisieren wir noch während desselben Aufenthalts einen zusätzlichen Termin.
Diese Seite dient der Information und der Reisekoordination. Sie enthält keine Heilversprechen, keine Ergebniszusagen und keine Preiszusagen. Diagnose, Behandlungsplan und medizinische Eignung werden ausschließlich von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt festgelegt.